| Musikquelle: | CD Nr.1 aus der Serie Taktvoll (Volkstänze aus Niederösterreich) Herausgeber: Volkskultur Niederösterreich Betriebs-GmbH, 3452 Atzenbrugg, Schloßplatz 1 |
| Takte | Schritte und Bewegungen |
| 1. Figur: Pendelnder Dreierschritt, Bursch betont das erste Viertel eines jeden Taktes. | |
| 1 | Das Dirndl hat sich beim Burschen eingehängt, ihre rechte Hand ist in der Hüfte eingestützt. Der Bursch läßt den linken Arm locker hängen. Im ersten Viertel schreiten beide mit dem linken Fuß in Tanzrichtung aus, übertragen das Gewicht auf ihn und heben gleichzeitig den rechten Fuß etwas vom Boden ab, bewegen ihn aber kaum in Tanzrichtung. Der Bursch soll den linken Fuß gestampft, mindestens aber betont aufsetzen. Im zweiten Viertel belasten beide den rechten Fuß, und heben den linken etwas vom Boden ab. Dieses gelingt nur, wenn dabei der Körperschwerpunkt eine leichte Bewegung rückwärts macht. Der linke Fuß bleibt am Ort, macht also keine Bewegung in oder gegen Tanzrichtung. Im dritten Viertel wird der linke Fuß wieder auf den Boden gestellt, belastet und der rechte Fuß vom Boden abgehoben. Der Körperschwerpunkt bewegt sich ein wenig vorwärts. Auf diese Weise ist ein leichte Pendelbewegung vor und zurück entstanden. |
| 2 | Es folgt die gegengleiche Bewegung: Beide schreiten mit dem rechten Fuß aus, stellen ihn mit Gewichtsübertragung um einiges vor den linken, heben den linken Fuß leicht an, ohne ihn viel in Tanzrichtung zu führen, stellen ihn wieder auf den Boden, heben den rechten Fuß vom Boden ab und stellen ihn im dritten Viertel des zweiten Taktes wieder hin. Die Paare pendeln so ein wenig in Tanzrichtung hin und her. Der Bursch sollte beim Ausschreiten im ersten Viertel des Taktes den rechten Fuß betont aufsetzen. |
| 3-8 | Die pendelnden Dreierschritte, wie in den Takten 1 und 2 beschrieben, werden noch dreimal wiederholt, also insgesamt viermal ausgeführt. |
| 2. Figur: Pendelnder Dreierschritt, Burchen paschen dreimal pro Takt. | |
| 1-8 | Pendelnder Dreierschritt wie in der ersten Figur, das Dirndl ist beim Burschen untergehakt und hat ihre rechte Hand in der Hüfte eingestützt. In den ersten sieben Takten paschen die Burschen dreimal pro Takt, beim achten Takt nur einmal im ersten Viertel. Wenn möglich sollten einige Burschen zwischenpaschen. |
| 3. Figur: Arme schwingen, linksschultrige Mühle, Bursch geht ↷ durchs Armtor. | |
| 1 | Zu Beginn von Takt 1 wenden sich Bursch und Dirndl zueinander, er im ↷ sie gegen den Uhrzeigersinn ↶ und fassen sich an den ungleichnamigen Händen (Er faßt also mit der rechten ihre linke und mit der linken ihre rechte Hand.) Der Bursch blickt nach kreisaußen. Die Hände werden etwa in Hüfthöhe mit körperbreitem Abstand nebeneinander gehalten (nicht dicht nebeneinander wie sonst üblich), und gegen Tanzrichtung geschwungen. |
| 2 | Die Hände werden in Tanzrichtung geschwungen und am Ende von Takt 2 nehmen die Paare linksschultrige Mühlenfassung ein, d.h. die linken Schultern sind nahe beieinander, die Handfassung bleibt erhalten. Für ein harmonische Gelingen führt der Bursch beim Schwingen der Arme in Tanzrichtung seine linke Hand weit nach links während er die rechten Hand deutlich zurück hält. Im dritten Viertel dieses Taktes haben beide die linken Arme gestreckt, die rechten im Ellenbogen angewinkelt. Bei diesem und dem vorherigen Takt treten die Tanzenden die Dreierschritte am Platz. |
| 3-6 | Die Paare drehen sich in der Mühlenfassung mit vier Dreierschritten 1½ mal gegen den Uhrzeigersinn ↶ um die Paarachse. Am Ende schaut der Bursch zur Kreismitte. |
| 7,8 | Der Bursch löst die Fassung der linken Hand, hebt den rechten Arm mit der gefaßten Linken des Dirndls und geht mit zwei Dreierschritten durch dieses Armtor. Er macht dabei eine viertel Drehung im Uhrzeigersinn ↷. Gleichzeitig geht das Dirndl mit einer viertel Drehung gegen den Uhrzeigersinn ↶ um den Burschen herum auf den Außenplatz. Beide stehen nun nebeneinander mit Blick in Tanzrichtung, die Innenhände in Brusthöhe gehalten und leicht in Tanzrichtung vorgeschwungen. |
| 4. Figur: Sechsmal viertaktiges Landlerdrahn. | |
| 1,2 | Der Bursch hebt seine rechte Hand mit der gefaßten linken des Dirndls und hält sie dem Dirndl über den Kopf. Unter den Händen dreht sie sich zweimal gegen den Uhrzeigersinn ↶. Gleichzeitig umrundet der Bursch sein Dirndl ein halbes mal im Uhrzeigersinn ↷ und schaut dann gegen Tanzrichtung. Er senkt seine rechte Hand, und bildet eine Schranke, indem er seinen rechten Arm Richtung Kreismitte streckt, wobei er die Hand etwa in Hüfthöhe hält, und dadurch die Drehbewegung seines Dirndls abbremst. Er schaut am Ende von Takt 2 gegen, sie in Tanzrichtung. |
| 3 | In der Haltung mit der Schranke drehen sich beide eine halbe Umdrehung im Uhrzeigersinn ↷ Er schaut am Ende von Takt 3 in, sie gegen Tanzrichtung. |
| 4 | Er hebt seine rechte Hand mit der gefaßten linken des Dirndls und dreht sein Dirndl ziemlich schnell mit einer kurbelnden Bewegung einmal im Uhrzeigersinn ↷ um ihre Achse. Danach senkt er seinen Arm wieder, bremst die Drehung ab und führt die gefaßten Hände ein wenig in Tanzrichtung vor (Hakerl), um die Wiederholung des Landlerdrahns vorzubereiten. Wenn auch das Dirndl sich in Takt 4 der vierten Figur nur einmal drehen sollte, wie Herbert Lager in der eingangs genannten Tanzbeschreibung ausführt, so wird daraus in der Tanzpraxis wohl mehr als eine ganze Drehung, weil es sich auf diese Weise wohl etwas flüssiger tanzen läßt. Die Hinweise auf Blick- bzw. die Körperrichtung des Dirndls am Ende von Takt 4 sollten also nicht auf die "Goldwaage" gelegt werden. |
| 5-8 | Das Landlerdrahn wird in der zweiten Häfte des ersten achtaktigen Musiksatzes der vierten Figur wiederholt: Der Bursch hebt seine rechte Hand und umrundet sein Dirndl ein halbes mal im Uhrzeigersinn ↷, sie dreht sich gegen den Uhrzeigersinn ↶ bis er sie mit der Schranke anhält. Er schaut dann gegen, sie in Tanzrichtung. In dieser Haltung erfolgt eine halbe gemeinsame Drehung im Uhrzeigersinn ↷ an deren Ende das Dirndl einmal im Uhrzeigersinn ↷ ausgedreht wird. |
| 9-24 | Es folgen zwei weitere achttaktige Musiksätze in der vierten Figur, innerhalb derer das Landlerdrahn noch 4 mal wiederholt wird. Insgesamt wird das Landlerdrahn in Figur 4 also sechsmal durchgeführt. |
| Kadenz: Landlerdrahn und Einhängen. | |
| 1-5 | In der Kandenz wird das Landlerdrahn ein siebtes mal durchgeführt wie in den Takten 1-4 der 4. Figur beschrieben, jedoch wird das letzte kurbelnde Ausdrehen im Uhrzeigersinn ↷ und das Vorführen der Innenhände in Tanzrichtung (Takt 4 der 4. Figur) auf zwei Takte ausgedehnt. |
| 6,7 | Während der letzten beiden Takte der Kadenz hängt sich das Dirndl beim Burschen ein. Beide nehmen wieder die Ausgangsstellung mit Front in Tanzrichtung ein. |
| 's Diandl hat gsagt, Was bist du für oana? Wanns'd a Kropfata bist, Is ma liaba koana. |
Musikantn san Lumpn, Voraus de Junga. Da schreit scho da Gaidbeidl Vor lauta Hunga. |
Wann da Wirt Holzschua tragt, Und und die Frau Wirtin a, Dann is da Wein nix nutz, Und's Wirtshaus a. |